Das Team

Francisco Villalvilla Parrón (oder Paco, wie ihn jeder nennt) kommt ursprünglich aus Spanien, zog aber 2000 nach Großbritannien, wo er den größten Teil seiner beruflichen Laufbahn bei Guide Dogs UK verbrachte. Er verstärkte das Dog Care and Welfare Team des Wokingham Training Centers. 2002 zog er nach Bolton, wo er als Blindenführhundetrainer arbeitete. 2007 übersiedelte er nach Edinburgh, wo er als Guide Dog Mobility Instructor viele Hunde, aber auch ihre sehbehinderten Besitzer ausbildete, damit sie mobil und unabhängig werden.

Paco entschied sich 2019, Guide Dogs UK zu verlassen und zog mit seiner Familie nach Österreich, wo er als unabhängiger Assistenzhundetrainer für andere internationale Assistenzhundeschulen in Europa arbeitet.

Paco, der selbst seinen Familienhund trainiert und mit ihm auf nationaler Ebene in UK Wettkämpfe bestritten hat, unterstützt auch Menschen mit ihren Familienhunden und IGP-Sporthunden beim Training.

Heute lebt er auf einem Bauernhof in Payerbach, Österreich, mit seiner Frau, zwei Kindern, Schäferhund Chica, 6 Hühnern, 5 Kühen und dem einen oder anderen Assistenzhund in Ausbildung. In seiner Freizeit liebt er Spaziergänge mit der Familie und den Hunden im Wald, Canicrossing und Rockmusik. Er spricht Englisch, Spanisch und lernt Deutsch... so schnell wie möglich (langsam)!

Sabine Muschl arbeitet praktisch schon ihr ganzes Leben mit Hunden. Sie hat nicht nur das Assistenzhundezentrum in Perchtoldsdorf aufgebaut, sie hat auch schon viele eigene Hunde, von klein bis groß, trainiert und mit ihnen die verschiedensten Prüfungen bestanden. Sie hat in ihrer Laufbahn als Assistenzhundetrainerin nicht nur Blindenführhunde ausgebildet, sondern auch Menschen bei der Selbstausbildung von Signalhunden und Servicehunden unterstützt. Einige geprüfte Teams in Österreich gehen also bereits auf ihr Konto. Fachlich bildet sich Sabine nach den Jahrzehnten immer noch laufend weiter. Sie ist akademisch geprüfte Kynologin, tierschutzqualifizierte Hundetrainerin, ÖKV Leistungsrichterin, DOGAUDIT-zertifizierte Leistungs-richterin und Assistenzhundetrainerin seit 2007. Inzwischen lebt sie in Gloggnitz (NÖ), wo sie für uns insbesondere Servicehunde trainieren wird.

 

Carina Fyla, BA. hat Soziologie (Erweiterung Psychologie) studiert und arbeitet als Sozialpädagogin und Assistenzhundetrainerin. Sie ist zertifizierte Trauma- & Krisenberaterin, Tierschutzqualifizierte Hundetrainerin, zertifizierte Hundeernährungsberaterin, und hat seit 2016 sehr erfolgreich Blindenführ-, PTBS-, Service-, Diabeteswarn- und Autismushunde im Training. Sie lebt im Bezirk Güssing auf einem Hof mit vielen Tieren und ergänzt das Team durch ihre Ausbildung besonders für das Training der PTBS-Signalhunde und übernimmt für uns auch die Welpentests beim Züchter.

Obfrau Cornelia Reithner

 

Assistenzhundetrainerin seit 2011 (Service- und Signalhunde)

Dipl. Hundeverhaltenstherapeutin

Tierschutzqualifizierte Hundetrainerin

mobile Hundeschule Bezirk Melk

 



Warum dieser Verein?

Diesen Verein zu gründen, bedeutete so viel Arbeit und so viel Verantwortung. Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht und über ein Jahr mit uns gerungen. Jetzt werden sich manche fragen, wozu einen Verein gründen...

 

Auf diese Art ist es möglich, mehr Assistenzhunde anzubieten. Von Trainern, die ohne den Verein vielleicht nicht tätig wären. Es geht uns aber nicht um Masse, sondern um die Tatsache, dass es Menschen gibt, die seit 4 Jahren oder mehr auf einen Assistenzhund warten oder gar abgelehnt werden, weil sie einen besonders individuell ausgebildeten Hund benötigen.

 

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Ausbildung von Assistenzhunden ist das Risiko. Es ist nunmal ein Lebewesen und kein "Produkt" wo man einfach zum Hersteller geht und Reparatur oder Ersatz verlangen kann. Manche Hunde scheiden bei der Gesundenuntersuchung mit ca. 1 Jahr aus. Manche Hunde scheiden schon davor aus, weil ihr Wesen nicht geeignet erscheint. Zu diesem Zeitpunkt hat der Hund bereits viele Tausend Euro gekostet, OHNE die Trainerstunden überhaupt zu berücksichtigen. Als Trainer kann man bei sorgfältiger Auswahl der Welpen aber auch nichts dafür. Garantien gibt es bei Lebewesen nie. Wer sich dieser Aufgabe annimmt, macht es nicht wegen des Geldes, aber wir möchten uns auch nicht in Schulden reiten deswegen oder an Stellen sparen, die man für eine vernünftige Ausbildung nicht weglassen kann (bspw. die teuren Fahrten für das Stadttraining). Bestimmt kann das jeder nachvollziehen. Im Verein streut sich das Risiko, weil mehrere Hunde in der Ausbildung sind, während man als einzelner Trainer mit nur einem Hund einen eventuellen Verlust nicht abfangen kann.

 

Und nun zu dem vielleicht entscheidendsten Hintergrund. Die Preisschere geht ja von Abgabe zum Selbstkostenpreis bis hin zu 30.000,- Euro bei den Assistenzhunden (ausgenommen Blindenführhunde, die sind deutlich teurer). Oft sind die Hunde dann aber noch keine 1,5 Jahre alt. In den meisten Fällen sind sie nicht qualitätsgeprüft oder etwas das dem nahe kommt. Häufig übernimmt den Großteil der Arbeit des ersten Jahres sogar noch jemand anderer - nämlich eine Gastfamilie. Wenn ein Unternehmen (Hundeschule) damit Geld verdienen möchte, muss es wahrscheinlich so sein. Wir verstehen das. Aber das ist nicht die Art, wie wir Assistenzhunde ausbilden wollen. Bliebe also nur Plan B: man lagert das Risiko aus und lässt die zukünftigen Assistenzhundehalter den Hund kaufen und damit das Risiko tragen. Auch das ist eine legitime Entscheidung, die man treffen muss, wenn man nicht draufzahlen möchte. Aber es ist kein Trend, dem wir folgen wollen.

 

Irgendwann kam uns der Gedanke, das MUSS doch anders gehen.

 

Irgendwie FAIRer...

 

FAIR für die Hunde, FAIR für zukünftige Assistenzhundebesitzer, aber auch FAIR für die Trainer. Und wir sind überzeugt, es geht! Wir sind begeistert von der Assistenzhundeausbildung die neue Wege geht und wollen andere ebenfalls davon und damit begeistern.