Antworten kompakt


5 Schritte zum Ziel


  • Aufzucht und Vorbereitung beim Trainer
  • tierärztliche Untersuchung nach dem 1. Lebensjahr
  • weitere Ausbildung
    durch den und bei dem Trainer
  • Qualitäts-prüfung
  • Zusammen-schulung mit dem zukünftigen Besitzer
  • Team-prüfung


Welche Assistenzhunde gibt es?



Welche Assistenzhunde bilden wir aus?

Wir bilden aus:

  • Blindenführhunde für blinde und sehbehinderte Menschen
  • Servicehunde für mobilitätseingeschränkte Menschen
  • Signalhunde für hörbehinderte Menschen
  • Signalhunde für Menschen mit anderen chronischen, neurologischen oder psychischen Erkrankungen

Wir bilden jedoch aus personellen Gründen derzeit keine Diabeteswarnhunde aus.

 


Epilepsiewarnhunde ?

Nein. Epilepsiewarnhunde kann man unserer Überzeugung nach gar nicht fremdausbilden. Jede Epilepsie ist anders und was die Hunde wahrnehmen ist noch nicht abschließend wissenschaftlich geklärt.

PTBS-Hunde ?

Ja. Wir bilden auch Assistenzhunde für Menschen mit psychischen Erkrankungen aus.

AUTISMUS-HUNDE ?

Ja. Wir bilden in Form einer Triade mit einer Person, die die Verantwortung für den Hund tragen kann (bspw. Eltern), auch Hunde für Autisten aus.



Häufige Fragen

Qualitätssicherung

Wir geben nur gesunde/staatlich qualitätsgeprüfte Hunde ab. Die Prüfung erfolgt durch eine unabhängige externe Kommission, die den Hund nicht kennt. Denn anders kann es niemals objektiv sein.  Wir betreuen die Teams ein Hundeleben lang weiter.

Wo bilden wir aus?

Die Azubis leben bei unseren Trainern zuhause. Diese befinden sich derzeit gehäuft in Niederösterreich, aber auch im Burgenland und an der Grenze zur Steiermark. Bewerbungen nehmen wir aus dem gesamten deutsch-sprachigen Raum (bevorzugt Österreich) entgegen.

Bei welchem Trainer wird "mein" Hund sein?

Wir versuchen die Stärken und Rassevorlieben unserer Trainer, sowie Ihren Wohnort zu berücksichtigen. Natürlich kann nur dort ein Hund einziehen, wo ein Platz frei ist. Beim Erstgespräch können wir diese Frage meistens schon beantworten.


nur Welpen ?

Da wir davon überzeugt sind, dass die Umweltsicherheit und der Grundgehorsam das Grundgerüst für einen guten Assistenz-hund ist, möchten wir von Anfang an Einfluss nehmen können. Der Ankauf direkt vom Züchter ist auf jeden Fall vorgesehen. Einzelfallentscheidungen behalten wir uns jedoch vor.

Welche Rassen ?

Wir bilden mehrere Rassen aus, unter denen sie frei wählen können. Wir sind aber flexibel und wagen ggf. auch mal ein Experiment, solang es sinnvoll erscheint. Ein Erstgespräch ist zum Besprechen der Rassefrage unerlässlich.

Wie wird man Trainer bei uns?

Für uns tätige Trainer müssen Erfahrung in der Assistenzhundebranche haben oder einen praxislastigen Lehrgang abschließen. Des weiteren müssen wir uns von ihrer Eignung und Ihren gewaltfreien Ausbildungsmethoden persönlich überzeugen, eine Bewerbung reicht nicht aus.


Wem gehört der Hund?

Um Ihnen das Risiko zu ersparen, dass der Hund sich später als "nicht geeignet" herausstellt, ist der Verein Eigentümer des Hundes. Er wird erst nach erfolgter Gesundenuntersuchung und erst nach erfolgreicher Prüfung von Umwelt-sicherheit, Gehorsam und Hilfeleistungen verkauft.

Kann ich "meinen" Hund regelmäßig sehen?

Ja unbedingt! Sie haben einerseits die Möglichkeit den Hund beim Trainer zu besuchen, andererseits sind auch Besuche bei Ihnen zuhause vorgesehen. Diesbezüglich informieren wir Sie gerne schon beim Erstkontakt.

Ausbildungsmethode

Wir arbeiten nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Positive Verstärkung (Lob, Belohnung, Aufmerksam-keit) ist das wichtigste Instrument in der Ausbildung. 


Wer kann sich um einen Assistenzhund bewerben?

Jeder der Anspruch auf einen Behindertenpass, die nötige Zeit, Möglichkeit und Bereitschaft hat in die Beziehung mit dem Hund zu investieren.

Was passiert nach der Bewerbung?

Sie werden von uns kontaktiert um eventuelle Rückfragen zu klären. Sollten wir die richtige Anlaufstelle für Sie sein, folgt ein persönliches Erstgespräch.

Kostet das Erstgespräch etwas?

Nein - wenn Sie bereit sind in den Bezirk Melk oder St. Pölten zu kommen. Ansonsten müssen wir mind. Kilometergeld in Rechnung stellen, da die Spendengelder für die Ausbildung der Hunde gebraucht werden. Details auf Anfrage.


Wie geht es nach dem Erstgespräch weiter?

Sie denken über alles nach und sollten sich auch andere Assistenzhunde-schulen ansehen. Sollten Sie dann final auf uns zukommen und alle Fragen geklärt sein, wird der Ausbildungs-vertrag unterzeichnet und die Welpensuche beginnt.

Die Ausbildung startet, wie läuft das?

In der Regel nimmt der für Ihren Hund zuständige Trainer den Welpen direkt vom Züchter mit ca. 9 Wochen bei sich zuhause auf. Der Welpe wird wie ein Familienhund in den Alltag der Trainer integriert und lernt so die Welt und erste Signale kennen.

Wie funktioniert die Zusammenschulung?

Sie begleiten Ihren zukünftigen Hund schon in der Ausbildung und haben bis zur Qualitätsprüfung schon einiges gelernt. In der Regel dauert die Zusammenschulung daher nicht länger als eine Woche. Wir stehen selbstverständlich auch bei einer Verlängerung zur Verfügung. Die Termine finden in der Nähe des Trainers oder bei Ihnen Zuhause statt und werden individuell vereinbart.



Finanzierung

Wie wird die Ausbildung finanziert?

Durch Spenden, Sponsoren, Mitgliedsbeiträge und Förderungen. Hauptsächlich durch die Vermittlung und den Verkauf der fertigen Assistenzhunde. Diese werden auch in allen anderen uns bekannten Assistenzhundeschulen über Spenden bezahlt.

Was kostet ein Assistenzhund?

€ 25.000,- bis € 28.000,- für Service- und Signalhunde

€ 37.000,- bis € 40.000,- für Blindenführhunde.

Davon sind € 2.000,- Stornogebühr (in der Regel aus Eigenmitteln) bei Unterschrift der Ausbildungsvereinbarung zu entrichten. Der restliche Betrag wird mit Hilfe von Spenden gedeckt.


Woher die Spenden nehmen?

Als gemeinnütziger Verein dürfen wir keine "Vereinsvorhaben ohne ausreichende finanzielle Sicherung" tätigen. Aus diesem Grund beginnt die Ausbildung eines neuen Welpen erst, wenn € 8.000,- Spenden gesammelt sind. Das Risiko einer unvollständigen Finanzierung trägt der Verein. Wir sind nicht auf Gewinn aus und helfen bei der Spendensuche tatkräftig mit. Wir unterstützen Sie vom Aufsetzen eines Spendenbriefs bis zum Einreichen von Förderungen. Wir wissen wie und wo zu fragen ist. Wir brauchen natürlich Ihre Unterstützung und Einverständnis für die Spendensammlung.

Rücktrittsrecht

Sollten Sie doch keinen Assistenzhund mehr von uns nehmen wollen, steht Ihnen die Kündigung jederzeit frei. Die Stornogebühr wird einbehalten. Da einige Zeit von der Entscheidung bis zum geprüften Assistenzhund vergeht, werden wir jedenfalls versuchen immer einvernehmlich eine gute Lösung zu finden. Lebensumstände können sich, wie wir wissen, verändern.


So teuer?

Die Ausbildung eines Assistenzhundes ist sehr zeit- und kostenintensiv und dauert mehr als 1,5 Jahre. Bis zur großen tierärztlichen Untersuchung mit 1 Jahr hat ein Hund uns schon viele hundert Stunden beschäftigt. Im schlimmsten Fall stellt sich dann erst raus, dass dieser Einsatz praktisch umsonst war und ein neuer Welpe muss auf eigene Kosten gekauft werden. Lebenslange Nachbetreuung und die intensive Zusammenschulung der Teams sind in die Preise bereits inbegriffen. Die nachvollziehbaren Futter- und Tierarztkosten, sowie der Züchterkaufpreis von meist ca. € 1.600,- machen in Wahrheit den geringsten Anteil aus. Vielmehr fahren wir mit den angehenden Assistenzhunden auch viele Kilometer für Sozialisierung, Training und Zusammenschulung.  Die Kosten auf Seiten der Ausbilder werden in der Regel also maßlos unterschätzt. Lassen Sie sich nicht von vermeintlich billigeren Angeboten täuschen. Die geringeren Kosten gehen häufig mit Einbußen in der Qualität einher. Wir haben die Hunde wesentlich länger als andere Schulen. Noch dazu ab der 9. Woche direkt beim Trainer zuhause, der wenigstens eine Aufwandsentschädigung erhalten sollte! Wir verpflichten uns zu einer Prüfung, übernehmen den enormen Aufwand der Spendensammlung großteils und dazu das volle Risiko. Da das höhere Kosten verursacht, können wir die Hunde nicht günstiger anbieten. Ohne das soziale Engagement und die Bereitschaft der Trainer, viel (viel!) mehr Zeit zu investieren als zu bezahlen möglich wäre, würde der Verein gar nicht existieren können.